SB DJK Rosenheim vs. BCF Wolfratshausen 1:0 (abgebrochen 75. Minute)
SB DJK Rosenheim

SB DJK Rosenheim
vs.
BCF Wolfratshausen 1:0

(Abbruch 70. Minute)

BCF Wolfratshausen

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Letztes Spiel: SSV Troisdorf 05 vs. SC Uckerath 01.08.2008, Josef-März-Stadion, Landesliga Bayern Süd
Nächstes Spiel:  1. FC Ha▀furt vs. SV Holldorf

Ticket
ca. 200 Zuschauer

In der Anfangszeit hatten die Fußballer große Schwierigkeiten, offizielle Anerkennung zu finden. Das scheint in Rosenheim noch etwas länger angedauert zu haben als anderswo, denn noch 1932 wurde im Sportbund die Gründung einer Fußballabteilung aus 'gesundheitlichen' Gründen abgelehnt. Ein Jahr später hat es dann aber geklappt und seither betreibt man bei dem Verein, der vor allem wegen seiner lange erstklassigen Eishockeymannschaft bekannt ist, Josef-März-Stadion auch den Fußballsport. Ein echter Höhenflug wurde mit dem Aufstieg in die Bezirksliga 1970 eingeleitet, der das Team bis 1978 in die Bayernliga führte, wo man unter anderem vor 2500 Zuschauer gegen den Lokarivalen 1860 spielte, am Ende jedoch als Tabellensechzehnter absteigen mußte. Seit Mitte der 80er Jahr pendelte man zwischen Bezirks- und Bezirksoberliga, um jetzt in die Landesliga Bayern Nord abzusteigen - zum Saisonauftakt gab es übrigens wieder das Derby und 1500 wollten es sehen. Der BFC Wolfratshausen hat auch einen rasanten Aufstieg hinter sich, kickte man doch 1994 in der untersten Kreisklasse, um zehn Jahre später Bayernligist zu sein. Aber auch Wolfratshausen konnte sich nach dem Sieg im Relegationsspiel gegen Quelle Fürth (3:2 n. V.) nicht in der höchsten bayrischen Spielklasse halten, wurde Tabellenletzter und spielt jetzt wieder im zweiten Jahr in der Landsliga Nord. Der berühmteste Spieler, der je für den BCF die Schuhe schnürte, ist übrigens nicht für seinen Umgang mit dem Ball berühmt geworden: es handelte sich um einen harten Abwehrspieler namens Edmund Stoiber.

1:0 hat man letzte Woche das Derby gewonnen, aber die Zuschauer berichten, daß der SB DJK eigentlich schlecht gespielt habe und Josef-März-Stadion schließlich irgendwie gegen überlegene 1860er zu seinem Treffer gekommen sei. Das glaubt man am heutigen Tag ohne weitere Prüfung, denn das Geschehen auf dem Platz liefert einen klaren Indizienbeweis. Über weite Strecken hat das kaum etwas mit Fußball zu tun und die Hausherren, die in seltsamer Farbkombination mit mehreren Blautönen spielen, bringen ebensowenig zustande wie Wolfratshausen, dem man die gemeinsamen grün-weißen Vereinsfarben überläßt. Mitte der zweiten Hälfte stellt sich die Frage, ob es wohl vor Ablauf der Partie zur ersten Torchance kommen könnte, und zusätzlich liefert ein immer dunkler werdender Himmel - was nicht nur auf die einbrechende Dämmerung zurückzuführen ist - Stoff zum Nachdenken. Schließlich kommt nicht nur das Unwetter, sondern, als schon starker Regen vom Himmel niedergeht, auch noch die erste Chance des Spiels, die dann auch gleich die Führung für den SB DJK Rosenheim bringt. Kurz darauf jedoch weist der Schiedsrichter den Weg in die Kabine und das Spiel wird zunächst unterbrochen, wobei schnell klar wird, daß hier heute kein Ball mehr rollen wird, und so wird am Ende der endgültige Abbruch des Spiels signalisiert, das wohl in voller Länge wiederholt werden wird.

Das nach einem verstorbenen Club-Sponsor benannte Josef-März-Stadion ist alles andere als spektakulär, denn offensichtlich hat man hier vor allem Josef-März-Stadion Wert auf Funktionalität gelegt. Es gibt zwei Fußballplätze, die längsseits zueinander liegen und von einem Wall getrennt werden, der in beide Richtungen Stufen enthält und in der Mitte von einer in beide Richtungen identischen v-förmigen Überdachung vor dem Wetter geschützt ist - jedenfalls halbwegs, heute wäre es besser gewesen, hätte man nicht auf eine Rückwand - oder wenn man so will Mittelwand - der Tribüne verzichtet. Die Plätze selbst können auf den unausgebauten Seiten begangen werden und sind im Gegesatz zu ihrem Ausbau nicht völlig symmetrisch, denn der Hauptplatz verfügt über Laufbahn und Flutlicht - heute auch bitter nötig -, worauf beim Nebenplatz verzichtet wurde. Was die Form der Tribüne natürlich nötig macht, ist ein Regenablauf in der Mitte, und dessen Kapazität ist offensichtlich nicht für einen Wolkenbruch wie am heutigen Tag ausgelegt, denn der Wasserdruck führt dazu, daß er sich zwischendurch in einen beeindruckenden Springbrunnen verwandelt.

Josef-März-Stadion

Josef-März-Stadion


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