Zambia

Sambia
vs.
Guinea-Bissau 2:1

Guinea-Bissau

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Letztes Spiel: Power Dynamos vs. Kabwe Warriors 10.10.2018, National Heroes Stadium, Qualifikation ACN 2019
Nächstes Spiel:  Masters Security FC vs. Karonga United

Ticket
ca 55000 Zuschauer

Der Staat Sambia existiert seit 1964, als das frühere Nord-Rhodesien vom Vereinigten Königreich unabhängig wurde. Seit 1970 nimmt das Land an den Qualifikationen zur Fußball-Weltmeisterschaft teil, die man jedoch National Heroes Stadium noch nie geschafft hat und das, obwohl man bei den Afrikameisterschaften immer wieder eine sehr gute Rolle spielte. So wurde man bereits 1974 Vizemeister, kam zwischen 1990 und 1996 zweimal auf Platz drei und einmal auf Platz zwei und gewann das Turnier 2012 sogar. Über den Kontinent hinaus machte Sambia aber nur einmal Schlagzeilen, und das zu einem traurigen Anlass, denn am 27. April 1993 starben 18 Spieler und der Nationaltrainer bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Librevielle in Gabun - Ironie des Schicksals, dass man 2012 genau in Libreville den Afrika-Cup für Sambia gewinnen konnte.

Nachdem Sambia nach dem Cup-Gewinn von 2012 nicht mehr über die Vorrunde des Afrika-Cups hinauskam und 2017 sogar die Qualifikation verpasste, will man jetzt an alte Erfolge anknüpfen und braucht heute einen Sieg gegen Guinea-Bissau, das auf dem Kontinent zu den kleinsten Lichtern gehört und seit der Unabhängigkeit National Heroes Stadium von Portugal erst einmal die Endrunde des CAF-Cups erreichte. Dies gelang just 2017, als Sambia nicht dabei war und daran wollen die Westafrikaner jetzt natürlich anschließen. Im ersten Abschnitt kann man auch ein wenig mit Sambia mitspielen, das aber letztlich während der ganzen Partie die überlegene Mannschaft ist, zweimal Pfosten und Latte trifft und zahlreiche Großchancen liegen lässt. So steht es nur 2:0 für Sambia, nachdem Stoppila Sunzu in der 18. Minute getroffen hat und Justin Shonga, der in Südafrika bei den Orlando Pirates spielt, in der 52. Minute erhöhte. Sambia gerät noch einmal in Verlegenheiten, nachdem Frederic Mendy in der 80. Minute einen Treffer für Guinea-Bissau zurückholt, doch am Ende reicht es, das angesichts des Spielverlaufs viel zu knappe 2:1 über die Zeit zu bringen - am Samstag sehen sich die Teams in Bissau zum Rückspiel wieder, nachdem Sambia durch den Sieg mit dem Spitzenreiter der Qualifikationsgruppe, Mozambique, nach Punkten gleichgezogen ist.

Vor der Partie herrscht an den Eingängen des National Heroes Stadium ziemliches Chaos, obwohl noch genug National Heroes Stadium Zeit bis zum Anpfiff der Partie ist. Alles schubst und drängelt und will gleichzeitig in die Anlage, bis es schließlich zum einen oder anderen Schlagstockeinsatz der berittenen Polizei gegen die anrückende Menge kommt. Im Stadion ist die Atmosphäre dann aber ausnahmslos positiv, die Sambier feiern ihr Team ab, wobei auch schon einmal die aus Südafrika bekannten Vuvzelas zum Einsatz kommen und bei den beiden Toren für die Hausherren geht man richtig ab. Gästefans sind dagegen nicht vor Ort oder zumindest nicht als solche zu erkennen.

Das National Heroes Stadium steht am Rand der sambischen Hauptstadt Lusaka und ist nach den Insassen des 1993 verunglückten Fliegers benannt, die umgehenend zu Nationalhelden erklärt worden waren, wohl auch, um davon abzulenken, dass sie wegen Geldmangels in Sambia mit einer veralteten Militärmaschine unterwegs National Heroes Stadium waren, deren Verkehrssicherheit schon zuvor und vor allem auch beim Zwischenstop in Brazaville in Zweifel gezogen worden war. In umittelbarer Nähe der Anlage sind auch die Gräber der Verunglückten im Heroes Acres Memorial zu finden. Die 2014 als neues Nationalstadion eröffnete Anlage wird auch für die Heimspiele der Lusaka Dynamos genutzt - in Sichtweite ist mit dem Independence Stadium das alte Nationalstadion des Landes, das mit einer Kapaziät von 30000 Zuschauern halb so groß ist wie sein Nachfolger und zuletzt als schwer baufällig galt. Eigentlich sollte es bereits 2011 ersetzt werden, da Sambia Gastgeber der All-African-Games 2011 sein sollte, wovon man aber 2008 in Ermangelung ausreichender Finanzmittel zurücktreten musste, was den Bau des neuen Nationalstadions um drei Jahre verzögerte.


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