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SGK Karadeniz Wiesbaden |
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24.04.2011, Berliner Str. Kunstrasen, Kreisoberliga Wiesbaden |
Die Sport- und Kulturgemeinschaft Karadenizspor wurde 1988 gegründet, und man versteht sich als Multi-Kulti-Truppe, in
der Menschen verschiedener Nationalitäten - darunter auch Deutsche - dem Fußballsport nachgehen können. Karadeniz
startete in der Kreisliga B und schaffte bis zwischen 1991 und und 1996 gleich drei Aufstiege, womit man in der
Bezirksoberliga gelandet war - nach eigener Aussage als erster türkischstämmiger Club der Umgebung überhaupt. 1998
erreichte "Schwarzmeer" Wiesbaden (so die deutsche Übersetzung von Karadeniz) mit Platz drei seine beste Plazierung
in der Bezirksoberliga, aber 2001 mußte man in die Bezirksliga zurück, in der man seither geblieben ist - auch nach
der Umbennung der Spielklasse in Kreisoberliga. Die heutigen Gäste von der zweiten Mannschaft des FV Biebrich 02 sind als Tabellenvorletzter abstiegsgefährdet, aber das dürfte man angesichts des Zweikampfes, den sich die erste Mannschaft mit der SpVgg Hadamar um den Aufstieg in die Oberliga Hessen liefert, beim FV eher aus dem Augenwinkel beobachten.
Man merkt, daß es bei der heutigen Partie um etwas geht - die Hausherren können sich noch gewisse Chancen auf die
Aufstiegsqualifikation über den zweiten Platz ausrechnen, auf dem acht Punkte vor ihnen der TuS Nordenstadt steht,
auf den man das heutige Spiel noch in der Hinterhand hat. Beide Seiten gehen recht hart zur Sache, und es kommt zu
der einen oder anderen Szene, in der so manchem Zuschauer die Knöchel bereits vom Zusehen schmerzen dürften, was
darin gipfelt, daß Biebrichs David Comandantore nach rüdem Foulspiel vom Platz gestellt wird. Zu diesem Zeitpunkt
steht es 1:1, nachdem Umut Polat die 1:0-Führung für die Hausherren mit einem Kopfball nach einem Freistoß ausgleichen
konnte. Die bessere Mannschaft sind allerdings die Hausherren, und nach der Hinausstellung ändert sich daran natürlich wenig, und so geht Karadeniz nicht nur erneut in Führung, sondern macht schließlich durch das Tor zum 3:1 alles klar.
Die SKG Karadeniz trägt ihre Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz an der Berliner Straße aus, was im Klartext heißt,
daß man auf dem Nebenplatz des Stadions des SV Wiesbaden spielt. Vom einzigen ausgebauten Bereich des Nebenplatzes,
den zwei Stufen auf einer Längsseite, hat man dann auch einen guten Ausblick auf die Tribüne des Stadions, die seit
2008 über eine neue Überdachung im Bogenstil verfügt. Blickt man von dort aus nach rechts, ist dann auch die
Brita-Arena zu sehen, auf dem der zweite SV Wiesbaden spielt, nämlich der umbenannte SV Wehen, den es bei der neuen Namensgebung nicht weiter gestört zu haben scheint, daß es schon einen Verein dieses Namens gab. Daß das am Nebenplatz
angebrachte Schild "Einsatz von Lärminstrumenten verboten!" sicherstellen soll, daß die Zuschauer beim SV Wehen nicht in ihrer Ruhe gestört werden, liegt schon zwischen satirischer Überspitzung und übler Nachrede, aber tatsächlich ist vom
gleichzeitig stattfindenden Regionalliga-Spiel zwischen den Reserven der Ex-Taunussteiner und des TSV 1860 München nichts zu hören, nicht einmal, als die Gastgeber zum 1:1 ausgleichen.
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